Warmer Geldregen und warme Hausschuhe

Christa Pilz und Ursula Greitemann spenden zum dritten Mal für das SPES VIVA Trauerland

„Nie mehr Eisfüße“: So lautet der Slogan einer aktuellen Heizungs-Kampagne. Genauso gut trifft er auf die Strickarbeiten von Christa Pilz und Ursula Greitemann zu, die zum siebten Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Rothenfelde selbst gestrickte Hausschuhe für den guten Zweck verkauften. Das Ergebnis ihres Engagements: Die beiden Bastlerinnen spendeten den Erlös in Höhe von 1.500 Euro an das SPES VIVA Trauerland. Doch dabei beließen sie es nicht: Mit dabei hatten sie auch einen ganzen Karton mit Hausschuhen, so dass die Mädchen und Jungen im Trauerland ganz gewiss keine Eisfüße bekommen.

Christa Pilz und Ursula Greitemann sind mittlerweile gute Bekannte: Bereits zum dritten Mal spendeten sie die Einnahmen ihres Weihnachtsmarktverkaufs für Einrichtungen rund um SPES VIVA. „Wir fühlen uns hier gut aufgenommen“, sagte Ursula Greitemann bei der jüngsten Spendenübergabe. In diesem Jahr war das Trauerland in Belm der Adressat. Die Einrichtung begleitet Kinder, die einen nahen Menschen verloren haben. Dabei ist sie komplett spendenfinanziert. Doch nicht allein die Spende ist erwünscht, betonte Dr. Reinhold Kassing, Vorsitzender des SPES VIVA-Fördervereins. Genauso wichtig ist, dass die Einrichtung bekannt gemacht wird. So werden zum einen andere potentielle Spender auf die Arbeit aufmerksam gemacht. Zum anderen lernen Betroffene, die Unterstützung benötigen, das Angebot kennen. Zum Bekanntmachen trug auch Marion Heitling vom Ambulanten Hospizdienst bei, die einen Nachmittag den Stand von Christa Pilz und Ursula Greitemann verstärkte und die Arbeit von SPES VIVA vorstellte.

In diesem Jahr ließen es die beiden Besucherinnen aber nicht bei der Geldspende bewenden. Hannah Erk, Leiterin vom Trauerland, hatte angefragt, ob sie möglicherweise auch einige Hauschuhe beisteuern können, denn nicht immer haben alle Kinder ihr eigenes Paar dabei. Ursula Greitemann und Christa Pilz überraschten gleich mit einem ganzen Karton, der 20 Paare enthielt. Dabei ist die Herstellung sehr aufwendig: Die Wolle wird in stundenlanger filigraner Handarbeit verarbeitet, das Produkt dann in der Waschmaschine bei 60 Grad Celsius „geschrumpft“. Doch trotz der langen Herstellungszeit haben die beiden Frauen noch immer viel Spaß an der Arbeit – und an dem Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt. In sieben Jahren haben sie fast 10.000 Euro eingenommen und anschließend gespendet. Und es wird weitergehen: „Wir haben schon angefangen, für den kommenden Weihnachtsmarkt zu stricken“, stellte Christa Pilz fest.

Auf dem Bild zu sehen:
Warme Füße sind garantiert: Christa Pilz und Ursula Greitemann (dritte und vierte von links) brachten bei der Spendenübergabe auch 20 Paar Hausschuhe mit ins SPES VIVA Trauerland in Belm. Über Spende und Hausschuhe freuten sich (von links) Hannah Erk (Trauerland), Marion Heitling (Ambulanter Hospizdienst), Dr. Reinhold Kassing und Rainer Ellermann (beide Förderverein SPES VIVA).