SPES VIVA ist lateinisch und heißt: „Lebendige Hoffnung“. Ziel ist es, die Situation von schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen in Krankenhäusern und in ambulanter Vernetzung zu verbessern, die Thematik „Sterben – Tod und Trauer“ innerhalb der Gesellschaft zu enttabuisieren, gegen aktive Sterbehilfe einzutreten und alle Bedingungen für ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu bereiten. Die Aufgaben leiten sich aus der entsprechenden Herstellung von Nähe und Aufmerksamkeit für den Patienten, seiner Angehörigen und seines Umfeldes ab. Diese Aufgaben werden von einem interdisziplinär tätigen Team von Medizinern, Pflegenden, Psychologen, Seelsorgern und ehrenamtlichen HospizhelferInnen übernommen.
Wir richten uns in der Begleitung von schwerkranken Menschen im christlichen Krankenhaus nach einem von Würde und Ehrfurcht getragenen Menschenbild. Dabei soll auch die Zusammenarbeit aller Berufsgruppen – der Pflegenden, der Ärzte, Seelsorger, Sozialarbeiter, Psychologen, Krankengymnasten, der ehrenamtlichen HospizhelferInnen u. a. mitgetragen sein von Nächstenliebe und auf Augenhöhe stattfinden. Es handelt sich im SPES VIVA-Bereich um Krankenhauspatienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung. Bei der vorhandenen Kompetenz der einzelnen MitarbeiterInnen des Krankenhauses, Beschwerden zu lindern und individuell zu versorgen, ist es im Sinne von SPES VIVA entscheidend, dass der unheilbar Kranke Menschen begegnet, die ihm Freund werden und seinen schweren Weg begleiten. Es geht bei SPES VIVA um die Sorge und Begleitung von Menschen, für die Krank-werden und Krank-sein nicht nur den Organismus, sondern den ganzen Menschen betreffen, ihn erschüttern und sein Lebenskonzept in Frage stellen. Von daher stellt Liebe zum Patienten und seinen Angehörigen, aber auch Nähe innerhalb des Teams einen wesentlichen zielorientierten Baustein im Begleitkonzept dar.
Regelmäßige wöchentlich stattfindende Teamgespräche, sind Grundlage enger Zusammenarbeit. Sterbebegleitung ist eine ethisch-moralische Wertbildung, in deren Zustandekommen eine tief empfundene Kraftquelle für diejenigen entdeckt wird, die in diesem Prozess beteiligt sind. Perspektivziel von SPES VIVA ist die Herausforderung und Verantwortung im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen als eine Ermutigung zu sehen, eine Ermutigung auch anderen Bestrebungen, wie z. B. Euthanasiegedanken eine mehr als deutliche Absage aufzuzeigen. SPES VIVA will in einer sich verändernden Wertelandschaft mit seinen Aufgaben als „Leuchtfeuer“ der Lebensbejahung bis zuletzt und unter Anwendung palliativmedizinischer Schmerztherapien anbieten und durchsetzen. In diesem Kontext wirkt auch das gegründete Ethik-Kommitee entscheidend mit.