Spende eines guten Bekannten

Unternehmer Klaus Hellmann unterstützt das SPES VIVA Trauerland mit 10.000 Euro

Belm. Wenn Spender in das SPES VIVA Trauerland kommen, erhalten sie auf Wunsch umfassende Informationen über die Tätigkeit. Bei Klaus Hellmann war das nicht notwendig. Seit Gründung ist er als Botschafter für die Einrichtung tätig und kennt daher die Arbeit gut. Nun spendete der Unternehmer 10.000 Euro für das Trauerland.

Im Januar hatte Hellmann seinen Geburtstag gefeiert. Die Devise, die er für die Gäste ausgab: lieber spenden als schenken, und das für das SPES VIVA Trauerland. Der Adressat war bereits in der Einladung bekannt gegeben worden. Darüber hinaus gab es einen Link zum Internetauftritt der Einrichtung, die Kinder und Jugendliche begleitet, die einen nahen Menschen verloren haben. Viele Gäste hätten großzügig gespendet, berichtet Hellmann. Er habe schließlich diesen Betrag „kaufmännisch aufgerundet“.

Das Geld ist hochwillkommen beim rein spendenfinanzierten Trauerland, unterstrich Dr. Reinhold Kassing, der gemeinsam mit seinen SPES VIVA-Förderverein-Kollegen Prof. Winfried Hardinghaus und Rainer Ellermann sowie Trauerland-Leiterin Hannah Erk die Spende entgegennahm. Aber sein Dank an Hellmann schloss noch mehr ein: „Ihre Funktion als Multiplikator ist für uns genauso wertvoll.“ Als Botschafter vertrete Hellmann das Trauerland nach außen und sorge dafür, dass es von vielen Menschen wahrgenommen werde, sagte Kassing.

Diese Tätigkeit übe er gerne aus, betonte Hellmann. Nicht zuletzt kenne er Fälle aus dem eigenen Mitarbeiterkreis, wo Familien wegen eines Todesfalls Unterstützung benötigten. Häufig seien Erwachsene in dieser Situation überfordert. Umso wichtiger sei es, dass das Trauerland Kinder und Jugendliche begleite.

Hannah Erk informierte den Besucher über die jüngsten Entwicklungen. Derzeit besuchen gut 50 Kinder und Jugendliche die Gruppen, die sich alle zwei Wochen treffen. Auffällig sei, dass sich die Dauer der Begleitung verlängert habe. Dazu habe sich das Einzugsgebiet vergrößert, mittlerweile kämen auch Familien aus den benachbarten Kreisen. Zudem würden zunehmend Jugendliche das Angebot wahrnehmen, hat Erk festgestellt: „Der Bedarf ist sicherlich schon früher dagewesen. Aber jetzt ist vermutlich mehr bekannt, dass das Trauerland nicht nur für Kinder da ist.“

Die Leiterin berichtete zudem, dass ein Teil der Spende für Familienaktionen in den Sommerferien verwendet wird, eine Idee, der Hellmann sofort zustimmte. Ein Programmpunkt steht bereits fest: Im vergangenen Jahr waren Esel im Rahmen der tiergestützten Pädagogik hervorragend angenommen werden, so dass es auch diesmal wieder ein derartiges Angebot geben wird.


Auf dem Foto zu sehen:
Spender und Empfänger als Künstler: Im Kreativraum von SPES VIVA Trauerland zeigten (von links) Prof. Winfried Hardinghaus, Klaus Hellmann, Dr. Reinhold Kassing, Rainer Ellermann und Hannah Erk, dass sie auch mit Farben umgehen können. Hellmann hatte 10.000 Euro für das Trauerland gespendet.