"Letzte Hilfe"-Kurs

Letzte Hilfe – alles andere als Sterbehilfe

„Erste Hilfe“: Sie ist uns ein Begriff. In entsprechenden Lehrgängen erfahren Menschen, was in einem Notfall zu tun ist, wie sie helfen können, bevor medizinisches Fachpersonal vor Ort ist. Oftmals konnten durch diesen beherzten Einsatz von Ersthelfern bereits Leben gerettet werden.

Und „Letzte Hilfe“? Wäre es nicht großartig, wenn wir Menschen ein wenig mehr Handwerkzeug im übertragenen Sinne hätten, um Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase begleiten zu können, ohne „vom Fach“ zu sein?

Dr. Bollig setzt mit seinem „Letzte Hilfe Kurs“, den es bereits seit 2014 gibt, genau dort an. Die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens anzusehen, ermöglicht uns Menschen eine hinwendende Haltung, um durch Dasein und Dableiben Halt zu geben, möglicherweise etwas Leiden zu lindern und dadurch Lebensqualität zu schenken.

Der Letzte Hilfe Kurs richtet sich ausdrücklich an interessierte Bürgerinnen und Bürger und vermittelt ihnen, was sie für ihre An- und Zugehörigen, Kollegen, Freude oder Nachbarn am Ende des Lebens tun können.

Entsprechend geschulte Hospiz- und PalliativmitarbeiterInnen vermitteln hier an einem Nachmittag oder Abend das „kleine 1 x 1 der Sterbebegleitung“, wie es auf der Website der Letzten Hilfe beschrieben wird:

Die vier Unterrichtsstunden stehen jeweils für eines der vier Module:

• Sterben ist ein Teil des Lebens

• Vorsorgen und Entscheiden

• Leiden lindern

• Abschied nehmen

 

Auch im Raum Osnabrück ist dieses Kursangebot inzwischen angekommen, sehr stimmig konzipiert von Dr. Bollig und seinem Team. Das Basiswissen wird kompetent und für Laien verständlich vermittelt, gleichzeitig bereichern Praxisbeispiele der Referententeams und der Teilnehmenden die Runde.

Wir freuen uns, dass auch SPES VIVA in Kürze dieses Angebot schaffen kann: Ab 2021 wird er Ambulante SPES VIVA Hospizdienst zu diesen Veranstaltungen in seinem Einzugsgebiet einladen.