Gesmolder Hobbybierbrauer spenden für SPES VIVA Trauerland
SPES VIVA Trauerland750 Euro gehen an die Einrichtung in Belm, die trauernde Kinder begleitet Belm. Es schmeckt würzig, trägt einen ungewöhnlichen Namen – und bringt Geld für den guten Zweck: Wie schon im Vorjahr war die Gesmolder Braugemeinschaft mit einem Stand auf der Gesmolder Kirmes vertreten, wo die Eigenkreation „Westberghöfener Käuzchen“ beliebt bei den Besuchern ist. Von den Einnahmen spendeten die Hobbybierbrauer nun 750 Euro an das SPES VIVA Trauerland in Belm, das trauernde Kinder, die einen nahen Menschen verloren haben, begleitet. Die Gemeinnützigkeit haben die 17 Vereinsmitglieder in die Satzung geschrieben. Warum das so ist, erläuterte Johannes Hehemann, der gemeinsam mit Margret Bolte, Elisabeth Sternberg und Andreas Niederwestberg die Einrichtung in Belm besuchte: „Das Bierbrauen soll Spaß machen. Wir machen das nicht, um in die eigene Tasche zu wirtschaften.“ Vor vier Jahren hatten die Gesmolder den Verein gegründet. Im September waren sie wieder mit einem Stand vor der Kirche St. Petrus auf der Gesmolder Kirmes vertreten. Für das dreitägige Fest hatten sie 600 Liter des „Westberghöfener Käuzchen“ gebraut – die mühelos ihre Abnehmer fanden. Die vierköpfige Delegation überreichte Dr. Reinhold Kassing, Vorsitzender des SPES VIVA-Fördervereins, und Trauland-Leiterin Marion Gövert den Scheck und erhielt einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung. So zeigten Kassing und Gövert auch den Toberaum: Dort können sich die Kinder mit Boxhandschuhen und Sandsack so richtig verausgaben. Die Spende der Gesmolder Braugemeinschaft soll nun auch dazu dienen, die Ausstattung des Raums zu erweitern. Spenden sind nicht nur hochwillkommen, sondern sogar zwingend notwendig, um die Arbeit fortzuführen, machten Kassing und Gövert deutlich. Zwar erhalte die Palliativ- und Hospizarbeit durch die gesetzlichen Neuerungen eine bessere finanzielle Ausstattung. Anders verhalte sich dieses aber mit der Trauerarbeit, die weiterhin rein über Spenden finanziert werde. Dabei gehe es nicht nur um große Beträge, betonte Kassing: „Durch viele kleine Spenden wird die Idee in die Breite getragen.“ Das gilt nun auch für den Beitrag der Gesmolder Braugemeinschaft, deren Mitglieder sich von der Arbeit von SPES VIVA Trauerland beeindruckt zeigten: „Für Trauer gibt es in der heutigen Gesellschaft häufig nur wenig Raum. Jeder soll schnell wieder funktionieren“, sagte Margret Bolte. Deshalb habe ein Angebot wie die Belmer Einrichtung eine wichtige Funktion, da hier Kinder in ihrer Trauer intensiv begleitet würden.