Merzener Kleiderbörsenteam spendet für SPES VIVA Trauerland
SPES VIVA TrauerlandVor mehr als 15 Jahren fing es klein an, berichteten Judith Kemme und Nicole Enneking, die seit einigen Jahren die Kleiderbörse mitorganisieren. Im Pfarrheim der St. Lambertus-Kirche fand die erste Börse in überschaubaren Rahmen statt. Mittlerweile ist die Halle des Schützenvereins Südmerzen der Standort. Der Service, den das Team bietet: Die Verkäufer müssen ihre Ware lediglich etikettieren. Die Organisatoren sortieren die Teile und übernehmen auch die Abrechnung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kunden finden schneller das, was sie suchen. Die Verkäufer haben nur geringen Aufwand. Dafür nimmt das Team 15 Prozent von den Verkaufserlösen und unterstützt damit soziale Projekte. Ein Teil der Einnahmen wird direkt für Projekte in Merzen verwendet. Da die Spenden insbesondere Kindern zugutekommen sollen, entschied das Team nach der Börse im vergangenen Herbst, diesmal auch das SPES VIVA Trauerland zu unterstützen. Bei der Spendenübergabe erhielten Judith Kemme und Nicole Enneking von Trauerland-Leiterin Marion Gövert Einblicke in die Arbeit von SPES VIVA Trauerland. Die Einrichtung ist ausschließlich spendenfinanziert, das Ehrenamt spielt eine große Rolle. Dabei verstehen sich die Helfer als Begleiter der Kinder, die im Haus viele Möglichkeiten haben, ihre Trauer auszudrücken – aber auch genauso spielen, toben und basteln können. „Zur Trauer gehört auch die Wut“, berichtete Gövert. Nicht zuletzt deshalb gibt es auch einen Toberaum mit Sandsack und Boxhandschuhen. Durch die Spenden wird die Ausstattung von SPES VIVA Trauerland regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Die Spenderinnen zeigten sich von der Arbeit beeindruckt. „In einer Notsituation funktionieren Angehörige nicht so wie sonst. Deshalb ist es toll, dass Kinder hier so intensiv begleitet werden“, sagte Judith Kemme. Die nächste Kleiderbörse in Merzen findet am 27. Februar von 13 bis 15 Uhr statt.