Konfirmanden der Petrus-Kirchengemeinde spenden für SPES VIVA

Die Konfirmanden überreichten jetzt einen Scheck über 1.045,70 Euro an den Förderverein SPES VIVA.

Kollekten in Höhe von 1.045,70 Euro gehen an den Ambulanten SPES VIVA Kinderhospizdienst

Ostercappeln. Eine Spende von Jugendlichen für ein Angebot, das Kindern und Jugendlichen zugutekommt: Die diesjährigen Konfirmanden der Petrus-Kirchengemeinde Gretesch-Lüstringen-Darum hatten entschieden, die Kollekte zweier Gottesdienste dem Verein SPES VIVA zukommen zu lassen. Der Wunsch der jungen Menschen: Die 1.045,70 Euro sollen für den Ambulanten SPES VIVA Kinderhospizdienst verwendet werden.

Die Konfirmanden Sina Bauer, Marie Restemeyer, Sebastian Blumstein und Ruven Hagemes überreichten den Scheck an die Vorstandsmitglieder Jens Strebe und Dr. Ulrich Billenkamp (Vorstand Förderverein SPES VIVA) sowie Geschäftsführerin Sandra Kötter. Begleitet wurden sie von Pastor Matthias Bochow und Günther Wibbeler (Vorsitzender des Kirchenvortands).

Kötter, Strebe und Billenkamp erläuterten den Besuchern die Arbeit des Vereins SPES VIVA und dessen einzelnen Angebote. Dazu gehört das SPES VIVA Trauerland in Belm, das Kinder, Jugendliche und deren Familien begleitet, die einen nahen Menschen verloren haben. Darüber hinaus gibt es den Ambulanten SPES VIVA Hospizdienst mit dem Angebot der Sterbe- und Trauerbegleitung und den Ambulanten SPES VIVA Kinderhospizdienst. Hinzu kommen im Netzwerk die stationären Palliativstationen in den Krankenhäusern, die zum Teil ebenfalls durch den Förderverein unterstützt werden. Diese Stationen seien dazu da, Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu begleiten, sagte Billenkamp: „Es geht nicht nur um das, was wir medizinisch leisten können.“ Vielmehr sei das Angebot etwa dafür da, dass sich Betroffene noch einen Herzenswunsch erfüllen können.

Wie war es nun zu der Spende der Petrus-Kirchengemeinde gekommen? Die 23 jungen Menschen waren am 7. Mai in zwei Gottesdiensten konfirmiert worden. Die Jugendlichen berieten sich im Vorfeld, wer die Kollekten erhalten solle. In den Gesprächen kamen sie schließlich auf SPES VIVA und den dazugehören Ambulanten Kinderhospizdienst, dieser Kollektenzweck wurde auch bei den Sammlungen bekanntgegeben.

Besonders geschulte Ehrenamtliche begleiten Familien mit Kindern, die an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden, erläuterte Sandra Kötter die Arbeit. Die Begleiter besuchen regelmäßig die Familien, stehen für Gespräche zur Verfügung, entlasten die Eltern, kümmern sich um die erkrankten Kinder oder auch um deren Geschwister.

Strebe betonte, dass nicht nur Spenden hochwillkommen seien. Wichtig sei zudem, dass die Arbeit von SPES VIVA durch viele Multiplikatoren bekannt gemacht werde: „Wir sind auch Botschafter“, sagte das Vorstandsmitglied. Multiplikatoren könnten auch die Konfirmanden der Petrus-Kirchengemeinde werden. Pastor Bochow berichtete, dass im Konfirmandenunterricht das Thema Tod und Sterben behandelt werde. Die Idee, die bei der Spendenübergabe angesprochen wurde: Künftige Konfirmanden könnten im Rahmen des Unterrichts die Arbeit von SPES VIVA kennenlernen.


Foto: 
Vorne von links: Die Konfirmanden Sebastian Blumstein, Sina Bauer, Ruven Hagemes und Marie Restemeyer
Hinten von links: SPES VIVA-Geschäftsführerin Sandra Kötter, Pastor Matthias Bochow, Günther Wibbeler (Kirchenvorstand) Dr. Ulrich Billenkamp und Jens Strebe (Vorstand SPES VIVA).